Spielberichte

Weiler mit Remis in Gmünd

Von René Franke

Der TV Weiler musste am Mittwoch zum Nachholspieltag bei TSK Türkgücü Gmünd antreten. Einer soliden Anfangsphase des TV Weiler, in der der Schiedsrichter gleich mehrfach fälschlicherweise auf Abseits entschied, folgte die schlechteste Leistung der Rückrunde. Ob lange Bälle Richtung Viererketter, Dribblings im Mittelfeld oder zweite Bälle nach gewonnen Kopfballduellen – Der TV Weiler war immer zu spät. Die Heimelf zeigte sich spielstark und kam zu einigen gefährlichen Aktionen im Sechzehner. Dass der TV Weiler mit einer 0:1-Führung in die Halbzeit gehen konnte, lag an einer verunglückten Freistoßflanke von Polat, die zufällig im Tor landete.

In der Halbzeit war Trainer Dalbudak spürbar unzufrieden und brachte Grünhauer, Nagel und Pfeiffer für Enssle, Hein und Bruni. Die Einwechslungen fruchtete: Der TV Weiler kam nun vor allem über die eingewechselten Spieler zu zahlreichen Torchancen und stand mit Dreiviertel der Viererkette (Hieber, Wieckowski, Knödler) etwas sicherer. Lediglich Franke verteidigte weiterhin pomadig und verursachte in der 55. Minute einen unnötigen Freistoß, in dessen Folge der kleinste Spieler auf dem Feld per Kopf zum 1:1 einnetzen konnte. In der 70. Minute war es wieder Franke, der einen Elfmeter verursachte, weil er von einer Zidane-Drehung überrascht wurde. Den fälligen Strafstoß hielt Maier überragend (2 gehaltene Elfmeter in 4 Tagen). Beim Versuch den Nachschuss zu klären, zog sich Franke einen Krampf zu (nach 70 Minuten Kunstrasen…) und musste ausgewechselt werden. Der TV Weiler spielte trotz des Ausgleiches weiter nach vorne und versuchte das Spiel zu gewinnen. In einem der jetzt selten gewordenen Kontern konnte Türkgücü etwas überraschend mit einem 20-Meter-Flachschuss in Führung gehen. Weiler steckt nicht auf und erarbeitete sich über Grünhauer und Nagel weiterhin Chancen. Eine davon konnte Polat dann noch zum 2:2 nutzen.

Am Ende steht an einem Mittwochsspieltag, auf ungewohntem Kunstrasen, mit einem schlechten Tag vieler Leistungsträger ein 2:2 auswärts, mit dem der TV Weiler gerade auf Grund der schlechten ersten Halbzeit zufrieden sein muss.

 

Aufstellung:
Maier – Enssle, Wieckowski, Hein, Bruni – Franke, Hahn, Hieber, Polat, Knödler – Schrauf
Bank: Pfeiffer, Betz, Grünhauer, Nagel

2018 von Luis Schleicher

Reserve unterliegt knapp Waldhausen

Von René Franke

Beim Nachholspiel der Weiler Reserve in Waldhausen legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr und kamen in den ersten 10 Minuten häufig in den Sechzehner von Weiler, wo es stets brandgefährlich war. In dieser Phase fiel nach einem langen Ball, bei dem der eigentlich antrittsstarke Diemar 5 Meter Vorsprung abschenkte, das 1:0 für den TSV Waldhausen. Der lange Ball wurde am Sechzehner hoch aufgelegt und per Volleyschuss sehenswert verwandelt. Zu diesem Zeitpunkt drohte dem TV Weiler eine Klatsche, da ausschließlich die Heimelf spielte. Nach und nach biss man sich ins Spiel und kam zu immer mehr guten Gelegenheiten, die aber leichtfertig vergeben oder vom Torwart überragend entschärft wurden. So konnte Schrauf freistehend nur neben das Tor lupfen oder Kurz einen Freistoß nur weit über das Tor bolzen.

In der zweiten Halbzeit erlitt das Spiel auch durch einige Wechsel einen Bruch. Der im Sturm eingewechselte Hamscher kam beispielsweise bei nur 4 Ballkontakten auf 7 Fouls. Auch an Franke, der Aufgrund der Leistung oder seiner Spielberichte zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, lief das Spiel nach seiner Einwechslung größtenteils vorbei. Zu allem Überfluss viel dann kurz vor Ende auch noch das 2:0, nachdem Nagel einen seiner berüchtigten 15-Meter-Abstöße direkt dem Gegner auf den Kopf geschlagen hatte, der den Ball genau in den Lauf eines Waldhausener Stürmers gelenkt hat. In der Schlussphase entschied sich der „Betzebub“ dann noch einen seiner Handballertricks anzuwenden: Unbemerkt hatte er seine Kickschuhe geharzt, so dass der Ball 1a am Fuß klebte. Mit diesem Trick rannte er einfach von der Mittellinie bis in den Strafraum und erzielte da kurz vor Schluss noch den Anschlusstreffer.

Am Ende gewinnt Waldhausen verdient, weil Weiler die Anfangsphase verschlief, in der Hochphase die Chancen nicht nutzen konnte und am Ende den Faden im eigenen Spiel verlor.

 

Aufstellung:
Nagel – Heinzmann, Diemar, Oppelt, Preiß – Riedel, Betz, Pfeiffer, Schleicher – Kurz, Schrauf
Bank: Franke, Pacella, Hamscher

2018 von Luis Schleicher

Punkte bleiben in Weiler!

Von René Franke

 

Am Sonntag startete der TV Weiler gegen den SV Hintersteinenberg fahrig. Gleich die ersten 3 Pässe auf Hahn wurden schlampig gespielt, was zu einer spürbaren Verunsicherung im Spiel der Heimmannschaft führte. Die Gastelf übernahm die Kontrolle und schnürte Weiler in der eigenen Hälfte ein, weil sie ihr ausgefuchstes System (variable Wechsel von langen Bällen aus Standardsituationen und langen Bällen aus dem Spiel heraus auf Chris Müller) gut umsetzten. In der 24. Minute musste Wieckowski nach einem Zusammenprall durch Hellekes ersetzt werden. Dieser sprintete von der Einwechslung direkt in ein Foulspiel und verursachte so den Freistoß, der von Kolberg sehenswert direkt verwandelt wurde. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde der TV Weiler langsam selber aktiv und erspielte sich in kürzester Zeit einige Hochkaräter, die gewohnt fahrlässig liegen gelassen wurden.

Von der Hitze spürbar geplagt, fiel es den Hintersteinenbergern schwer, in der zweiten Halbzeit das Tempo mitzugehen. Der TV Weiler machte nun das Spiel und rannte unentwegt an. Hintersteinenberg wurde nur noch ab und an bei Kontern gefährlich, hatte bei einem solchen aber auch das vermeidliche 0:2 erzielt, das der Schiedsrichter wegen einer strittigen Abseitssituation abpfiff. In der 65. Minute konnte Polat nach gefühlten 15 Ballkontakten im Sechzehner das 1:1 erzielen und es so seinen internen Kritikern beweisen, die ihn im Training für ähnliche Aktionen noch angemahnt hatten (Spoiler-Alarm: Hahn war natürlich einer von ihnen). In der Folge drängte der TV Weiler auf den Sieg, stellte auf Dreierkette um, brachte mit Schrauf für Hein noch eine weitere Offensivkraft und spielte in der Defensive oft Mann gegen Mann. Der Mut sollte belohnt werden: In der 78. Minute legte Schnierer, dessen 6 Schussversuche allesamt vor dem Fünfmeterraum liegen geblieben waren, auf Schrauf auf, der den Ball per Direktabnahme im Tor zum 2:1 versenkte. Der TV Weiler verteidigte im Anschluss diszipliniert, aber mit deutlich zu vielen Fouls im Mittelfeld, so dass man sich nie sicher sein konnte, dass der Vorsprung hält.

Am Ende gewinnt der TV Weiler in einem fairen, spannenden Spiel mit 2:1 gegen den SV Hintersteinenberg (der erste Dreier der Saison, der errungen wurde, während Pfeiffer auf dem Feld stand). Nach Abpfiff konnten alle Bälle gefunden werden, die der TV Weiler mit seinen Standards so in der Weltgeschichte verteilt hatte.

 

Aufstellung:
Birker – Hein, Wieckowski, Franke, Bruni – Hahn, Hägele, Hieber, Enssle, Knödler – Schnierer
Bank: Maier, Polat, Pfeiffer, Hellekes, Schrauf

 

Stimmen nach dem Spiel:

Birker: „Wenn man glaubt, dass man den Ball über das Mittelfeld hinweg schlägt, steigt Chris Müller einfach in den zweiten Stock und köpft den Ball zurück.“

2018 von Luis Schleicher

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