Spielberichte

Weiler unterliegt Gschwend

Von René Franke

Beim Heimspiel gegen den TSV Gschwend startete der TV Weiler äußerst verhalten und zögerlich. Gschwend übernahm die Kontrolle und schlug einen langen Ball Richtung 5-Meter-Raum, bei dem Birker und Franke die erste Runde „Wer zuerst zum Ball geht, verliert“ spielten. Das Duell endete unentschieden und führte sowohl zum 0:1 für Gschwend als auch zur Verletzung von Torhüter Birker. Nur kurze Zeit später kamen die Gäste nach einem Eckball zu einer hochkarätigen Kopfballchance, die der eingewechselte Maier noch gerade vereiteln konnte. Beim Kampf um den abgeprallten Ball wurde Runde 2 „Wer zuerst zum Ball geht, verliert“ gespielt, so dass der Gschwender Stürmer Papadopoulos nur einschieben musste. In der 37. Minute wussten alle Spieler, Trainer und Zuschauer, dass der Unparteiische völlig zu Unrecht auf Elfmeter für Weiler gepfiffen und damit die Heimelf aufgeweckt hatte: Zunächst verwandelte Hahn den fälligen Elfmeter, dann konnte Weiler den Ball direkt nach dem Anstoß erneut erobern und auf 2:2 stellen und kurz vor der Halbzeit konnte Hieber sogar noch auf 3:2 erhöhen – ein verrückter Spielverlauf und eine völlig unverdiente Halbzeitführung für die Heimelf.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer dann das, was sie in der Rückrunde (Hintersteinenberg, Türkgücü, Alfdorf, Herlikhofen) eigentlich immer zu diesem Zeitpunkt gezeigt bekommen: Hervorragender Angriffsfußball mit Slapstick-Abschlüssen. Der TV Weiler erspielte sich erneut eine Vielzahl an Chancen, mit denen man das Spiel hätte entscheiden müssen, ließ diese liegen und fing dann in der Schlussviertelstunde an zu zittern. Nach zwei weiteren Ecken, bei denen der erste Ball Richtung Tor verhinderte werden konnte, wurden noch die Runden 3 und 4 vom an diesem Sonntag beliebten „Wer zuerst zum Ball geht, verliert“ gespielt, so dass Gschwend zwei weitere Male freistehend einschießen konnte.

Der TV Weiler verliert daher in der Nachspielzeit zu Hause mit 3:4 ein Spiel, in das die Heimelf ohne Schiedsrichterhilfe vermutlich eh nie gefunden hätte.

 

Aufstellung:

Birker – Enssle, Wieckowski, Franke, Knödler – Hahn, Hein, Hieber, Hägele, Bruni - Polat

2018 von Luis Schleicher

Weiler siegt in Alfdorf

Von René Franke

 

Bei Auswärtsspiel des TV Weiler auf dem größten Platz der Liga in Alfdorf sollte nach der Leistung unter der Woche wieder ein anderes Gesicht gezeigt werden. Am Beginn noch etwas nervös wirkend erspielte sich der TV Weiler in Halbzeit eins einige Großchancen, die durch Hieber und Polat zu einer 0:2-Führung genutzt werden konnten. Alfdorf spielte seine guten Ansätze beim letzten Pass äußerst schlecht aus und kam nur zum Anschlusstreffer, weil Knödler so freundlich war den Ball bei einer Abwehraktion im Fünfmeterraum dem Stürmer auf den Fuß zu stoppen. Weiler legte nach (vor allem über Angriffe über die rechte Seite) und konnte noch vor der Halbzeit auf 1:3 erhöhen.

Mit der Führung im Rücken erspielte sich die Gastelf in der zweiten Halbzeit klare Vorteile mit einigen Hochkarätern. Bruni und Hahn einigten sich darauf, dass es sowas wie 100%ige-Chancen sowieso nur ein Mythos sind (beide vergaben alleinstehend vorm Torwart). So blieb Alfdorf bis zum Schluss im Spiel und steckte auch nicht auf. Am Ende gewinnt die Elf mit der weniger schlechten Chancenauswertung 3:1. Der TV Weiler konnte trotz wenig sehenswerter Spiele zuletzt 7 Punkte aus 3 Spielen holen und sich so auf Platz 6 vorarbeiten.

 

Aufstellung:

Maier – Enssle, Wieckowski, Franke, Bruni – Hahn, Pfeiffer, Hieber, Polat, Knödler – Schrauf

Bank: Birker, Hein, Betz

 

Stimmen nach dem Spiel:

René Franke: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss. Und ein schlechtes anscheinend auch.“

2018 von Luis Schleicher

Weiler mit Remis in Gmünd

Von René Franke

Der TV Weiler musste am Mittwoch zum Nachholspieltag bei TSK Türkgücü Gmünd antreten. Einer soliden Anfangsphase des TV Weiler, in der der Schiedsrichter gleich mehrfach fälschlicherweise auf Abseits entschied, folgte die schlechteste Leistung der Rückrunde. Ob lange Bälle Richtung Viererketter, Dribblings im Mittelfeld oder zweite Bälle nach gewonnen Kopfballduellen – Der TV Weiler war immer zu spät. Die Heimelf zeigte sich spielstark und kam zu einigen gefährlichen Aktionen im Sechzehner. Dass der TV Weiler mit einer 0:1-Führung in die Halbzeit gehen konnte, lag an einer verunglückten Freistoßflanke von Polat, die zufällig im Tor landete.

In der Halbzeit war Trainer Dalbudak spürbar unzufrieden und brachte Grünhauer, Nagel und Pfeiffer für Enssle, Hein und Bruni. Die Einwechslungen fruchtete: Der TV Weiler kam nun vor allem über die eingewechselten Spieler zu zahlreichen Torchancen und stand mit Dreiviertel der Viererkette (Hieber, Wieckowski, Knödler) etwas sicherer. Lediglich Franke verteidigte weiterhin pomadig und verursachte in der 55. Minute einen unnötigen Freistoß, in dessen Folge der kleinste Spieler auf dem Feld per Kopf zum 1:1 einnetzen konnte. In der 70. Minute war es wieder Franke, der einen Elfmeter verursachte, weil er von einer Zidane-Drehung überrascht wurde. Den fälligen Strafstoß hielt Maier überragend (2 gehaltene Elfmeter in 4 Tagen). Beim Versuch den Nachschuss zu klären, zog sich Franke einen Krampf zu (nach 70 Minuten Kunstrasen…) und musste ausgewechselt werden. Der TV Weiler spielte trotz des Ausgleiches weiter nach vorne und versuchte das Spiel zu gewinnen. In einem der jetzt selten gewordenen Kontern konnte Türkgücü etwas überraschend mit einem 20-Meter-Flachschuss in Führung gehen. Weiler steckt nicht auf und erarbeitete sich über Grünhauer und Nagel weiterhin Chancen. Eine davon konnte Polat dann noch zum 2:2 nutzen.

Am Ende steht an einem Mittwochsspieltag, auf ungewohntem Kunstrasen, mit einem schlechten Tag vieler Leistungsträger ein 2:2 auswärts, mit dem der TV Weiler gerade auf Grund der schlechten ersten Halbzeit zufrieden sein muss.

 

Aufstellung:
Maier – Enssle, Wieckowski, Hein, Bruni – Franke, Hahn, Hieber, Polat, Knödler – Schrauf
Bank: Pfeiffer, Betz, Grünhauer, Nagel

2018 von Luis Schleicher

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